ELSA - The European Law Students' Association
Passau
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"Wir ziehen vor den BGH!"

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe - Endstation des ELSA-Deutschland Moot Courts Die European Law Students' Association (ELSA) veranstaltet dieses Semester den XIII. ELSA-Deutschland Moot Court (EDMC). Nach einer erfolgreichen ersten Durchführung im letzten Jahr beteiligt sich die Passauer Fakultätsgruppe dieses Semester wieder am EDMC und wird einen Lokalentscheid austragen.

Bei dieser simulierten Gerichtsverhandlung treten Zweierteams als Prozessparteien auf und verhandeln - ganz wie im richtigen Leben - einen Fall. Bei der Vorbereitung des Falls stehen die Teams nicht alleine, sondern werden von Lehrstuhlmitarbeitern gecoacht. Das Urteil der Verhandlung wird am Ende ein Richterteam aus Professoren, Richtern und Anwälten fällen.

Doch das ist erst der Anfang! Das Siegerteam wird vor die nächsthöhere Instanz ziehen, was in diesem Fall der Regionalentscheid Süd ist. Das dort ermittelte Siegerteam zieht schließlich vor den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Damit sich die Sache auch für alle Teilnehmer lohnt, werden voraussichtlich Schlüsselqualifikationsscheine ausgestellt.

Prof. Dr. Hau zeigte sich seinerzeit seinerseits begeistert: "Wer kann schon von sich behaupten, als vielleicht 21-jähriger Jurastudent einen Antrag beim BGH zu stellen?"

Die diesjährige Verhandlung fand am Freitag, den 15. Juni 2007 im Tafelsaal des Landgerichts Passau (Zenger-
gasse 1) statt.

Dieser Aufgabenbereich wird von  Fabian Baßenhoff betreut.


ELSA-Passau Moot Court 2007

Im Namen von ELSA Passau
ergeht folgendes
Urteil:
EMC vom 03.07.2007


Am 15.Juni 2007 verhandelten vier Teams vor dem Hohen Gericht im Tafelsaal des Landgerichts Passau einen fiktiven Fall. In 3 anspruchsvollen Verhandlungen zog die Richterbank alle Register ihres juristischen Könnens. Zum Erstaunen aller setzten sich Simone Harsch und Madina Menkeyeva, die eines der drei 2.Semester Teams stellten, gegenüber Kristina Kuhr und Jochen Seier, dem einzigen 4.Semester Team, durch.

Zum Tatbestand…

Gleich die erste Verhandlung ließ viel Versprechendes erwarten, als die Anklage, vertreten durch David Riechmann und Christian Altenhofen (2.Semester), den beisitzenden Richter Prof. Dr. Stoffels für befangen erklärte. Das 4.Semester Team, das die Beklagtenseite vertrat, zeigte sich durchwegs souverän, wohingegen die Kläger schon bald ins Straucheln kamen. Trotz freundlicher Unterstützung der Richterbank, gegen die die Beklagten vehement protestierten, konnte die Klägerseite nicht vor einer drohenden Niederlage bewahrt werden. Die Rechtsexperten unterbrachen die Verhandlung sogar – natürlich – aufgrund eigener Erschöpfung, um den Klägern eine kurze Bedenkzeit einzuräumen. Das Gericht, vertreten durch Prof. Dr. Stoffels, Richter Dr. Klemm und Rechtsanwalt Heiß, erklärte in seinem Schlusswort die Beklagtenseite aufgrund überzeugenderer juristischer Ausführungen zum Prozessgewinner.

In der zweiten Verhandlung sahen sich die Vertreter des Gerichts, Richter Breundl, Rechtsanwalt Scholler und Rechtsanwalt Zehner, trotz ihrer unfehlbareren Kompetenz gezwungen, zu „ihrer eigenen Wissensfortbildung“ die Bibliothek aufzusuchen. Die Entscheidung in diesem Prozess ging denkbar knapp aus. Dies lag wohl daran, dass sich mit den beiden 2. Semester Teams (Lorenz Mayr und Matthias Früh auf der Beklagtenseite, das Gewinnerteam auf der Klägerbank), zwei fachlich ebenbürtige Streitparteien gegenüberstanden.

In der finalen Verhandlung verlangte das Hohe Gericht vertreten durch Prof. Dr. Musielak, Richter Herzog und Prof. Dr. Reischl den beiden Parteien noch einmal alles ab. Neben dem juristischen Auftreten wurde in dieser Verhandlung besonders viel Wert auf fundiertes Wissen gelegt. Dies ging sogar soweit, dass sich Prof. Dr. Musielak in der Situation sah, eine Vorlesung wider seinen Willen zu halten. Sein reaktionäres Verhalten spiegelte sich in einer Art „Kreuzverhör“ mit der Beklagtenpartei wieder. Letztlich einigten sich die Parteien nach einem aufregenden Prozess in einem Vergleich.

Damit wurde auch dieses Jahr wieder das Vorurteil widerlegt, dass Jura trocken und langweilig sei. Und das ist ja wohl auch der Sinn der Moot Court Veranstaltungen.


  •  Photoalbum
  •  Die einzelnen Teams


  • ELSA-Passau Moot Court 2006

    Lust auf Gerichtspraxis? - Auch im nächsten Jahr erlebt Ihr beim Moot Court die Praxis wieder hautnah und könnt als Rechtsanwalt wertvolle Erfahrungen sammeln.
    Bei Fragen könnt Ihr Euch gerne an  moot-court@elsa-passau.de wenden.

    And the winner is ...

    Herzlichen Glückwunsch an Katharina Wunderlich und Elke Willy, die Gewinner des ELSA-Passau Moot Court 2006!

    Informationen - Wie funktioniert ELSA-Moot Court?


    ELSA-Passau Moot Court 2005


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